Pflege

Die nachfolgende Pflegeanleitung ist pauschal gehalten, sie bezieht sich auf die Ansprüche der populären Arten, die in Bau- und Gartemärkten zu erhalten sind. Wie R. baccifera, R. cassutha, R. cereuscula, R. ewaldiana oder R. pilocarpa.

Rhipsalis cereuscula

Rhipsalis cereuscula

Rhipsalis Pflege
  1. Standort: sonnig bis halbschattig
  2. Substrat: durchlässig, Kakteenerde mit Bimskies, Tongranulat, Pinienrinde
  3. Gießen: antrocknen lassen zwischen den Wassergaben
  4. Düngen: von April bis September
  5. Temperatur: Zimmertemperatur ganzjährig oder bei 15 °C überwintern

Standort: Ideal ist ein heller Standort, mit Morgen-, Abend- und Wintersonne. Wenn der Topf während dieser Zeit nicht direkt hinter dem Fenster platziert ist, wird auch die Mittagssonne des Sommers vertragen.

Das Übersommern an einem halbschattigen bis absonnigen Plätzchen auf dem Balkon oder im Garten ist möglich. Dort müssen die Kakteen aber langsam an die nicht mehr durch ein Fenster gefilterte Sonne gewöhnt werden.

Zuschlagstoffe

Bimskies, Orchideensubstrat, Tongranulat, Pinienrinde, Vogelsand.

Substrat: Die meisten Rhipsalis-Arten wachsen gut in handelsüblicher Kakteenerde. Bei mir hat sich die folgende Mischung bewährt:

  • 2 Teile torffreie Kräuter- oder Gemüseerde auf je
  • 1 Teil Vogelsand und
  • 1 Teil Bimskies oder Tongranulat.

Dürfen die Kakteen den Sommer im Freien verbringen, bietet eine lockere Mischung Schutz vor Durchnässung. Zum Auflockern kann feine Pinienrinde oder Fertigsubstrat für epiphytische Orchideen verwendet werden.

Gießen: Das Substrat sollte zwischen den Wassergaben fast aber nicht völlig austrocknen dürfen.

Wie oft Sie gießen müssen, ist von verschiedenen Faktoren abhängig. Während der heißen Sommerwochen ist der Wasserbedarf höher als im kühlen Winterquartier. Ein großer Kaktus mit vielen Trieben benötigt mehr Flüssigkeit als ein junges Exemplar. Vor allem wenn er in einem kleinen Topf wächst.

Dass Sie gießen müssen, können Sie am Gewicht des Topfs erkennen. Feuchtes Substrat ist schwerer als trockenes.

Düngen: Im ersten Jahr nach dem Kauf oder Umtopfen muss nicht gedüngt werden. Fertigsubstrate sind vorgedüngt und übrigens auch das Tongranulat oder Mischungen für Orchideen.

Anschließend reichen monatliche Flüssigdüngergaben von April bis September oder zweiwöchentliche in der halben Konzentration.

Zum Einsatz kommen können Dünger für Grünpflanzen, Kakteen, Orchideen oder Gemüse. Ich verwende organischen Gemüsedünger, für alle meine Pflanzen.

Wenn Sie das Düngen ab und öfters vergessen, schadet es den Rhipsalis nicht. Ausführlich widme ich mich diesem Thema hier.

Rhipsalis goebeliana

Unterschiedliche Tages- und Nachttemperaturen oder ein kühler Winterstandort können sich bei einigen Rhipsalis-Arten positiv auf die Blütenbildung auswirken. Zum Beispiel bei R. goebeliana.

Temperatur: Die meisten Rhipsalis-Arten mögen es ganzjährig warm und sollten im Winter nicht für längere Zeit 15 °C platziert sein. Kurzzeitig werden auch Werte darunter vertragen.

Luftfeuchtigkeit: Meine Rhipsalis müssen mit “normaler” Raumluft und einer Luftfeuchte zwischen 30 und 50 % zurechtkommen. Die sie vertragen. Um die Triebe von Staub zu befreien, werden sie gelegentlich besprüht oder abgeduscht.

Wie lassen sich Rhipsalis-Kakteen zum Blühen bringen?

Eine pauschale Antwort auf diese Frage gibt es nicht. Als blühfreudig haben sich bei mir R. crispata und R. elliptica erwiesen. Sie können ohne mein Zutun mehrmals im Jahr blühen. Gerne im Frühjahr oder wenn es nach den heißen Sommerwochen wieder kühler wird.

Zu den blühfaulen Arten zählen R. ewaldiana und R. paradoxa. Die beide nicht auf Kälte- oder sonstige Reize ansprechen.

Hilfreich für die Blütenbildung sein können

  • wenn der Unterschied zwischen der Tages- und Nachttemperatur 10 °C oder mehr beträgt
    (dafür die Kakteen auf dem Balkon oder im Garten übersommern),
  • ein kühler Winterstandort bei 15 bis 20 °C,
  • reduzierte Wassergaben.